Flüchtlingshilfe

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Sprachförderung und Kreativprojekte für Flüchtlingsfamilien

Seit 2015 engagiert sich die Ruck-Stiftung in der Flüchtlingshilfe und unterstützt geflüchtete Eltern und ihre Kinder dabei, gemeinsam in Deutschland anzukommen. Die Förderung des Spracherwerbs und der kreativen Ausdrucksfähigkeit stehen dabei im Zentrum der Aktivitäten.

Deutschkurs von Frauen für Frauen

Die Ruck-Stiftung unterstützt die Intitiative Deutschkurs von Frauen für Frauen im Gemeindehaus der Evangelischen St. Markus-Gemeinde am Berliner Ostbahnhof. Geflüchtete Frauen können hier in einem geschützten Raum und ihren speziellen alltäglichen Bedürfnissen entsprechend die deutsche Sprache erlernen. Ihre Kinder werden in der Zeit im Gemeindehaus betreut, so dass sich die Frauen voll auf den Kurs konzentrieren können. Das Angebot erreicht besonders die Frauen, die sonst aufgrund ihrer familiären Verpflichtungen keinen Deutschkurs besuchen könnten.

Minimuse – Kommunikation durch Kunst

Das Projekt Minimuse der Berliner Künstlerin Sofia Nordmann wird von der Ruck-Stiftung mit initiiert und gefördert. Es widmet sich geflüchteten Kindern und Jugendlichen, vor allem denen, die ihre Eltern auf der Flucht verloren haben oder alleine geflohen sind. Minimuse bringt freischaffende Künstler in die Flüchtlingsheime und stattet sie mit Kunstmaterialien und Ideen aus, um mit den Kindern und Jugendlichen künstlerisch zu arbeiten.

Die kreative Tätigkeit fördert Eigeninitiative, Unabhängigkeit und Begeisterungsfähigkeit. Das freie Experimentieren mit Kunst abseits jeder Beurteilung kann einen Zugang zu den Kindern und Jugendlichen öffnen, der sonst aufgrund von vielen schmerzhaften Erfahrungen und des neuen Umfelds verschlossen bleibt. In der Kunst können sich die Kinder und Jugendlichen ohne sprachliche Barrieren Ausdruck verleihen, Gefühle ausleben und traumatische Erlebnisse verarbeiten.

Anhand von kurzen Einführungen in verschiedene Kunsttechniken werden die Kinder ermutigt sich auszuprobieren. Als Materialien stehen ihnen diverse Farben, Pinsel, Stifte, Scheren, Kleber und Tierbilder für Collagen zur Verfügung, womit mit Unterstützung völlig frei gestaltet werden darf. Es entstehen Gespräche über Heimat, Familie, Gefühle. Teilweise wird das Gesprochene gegenseitig übersetzt, teilweise wird zeichnend gezeigt, was gemeint ist und die deutsche Übersetzung gesucht. Auf diese Weise wird neben der kreativen Ausdrucksfähigkeit gleichzeitig auch der deutsche Spracherwerb gefördert. Die kreative Beschäftigung hilft bei der Überwindung sprachlicher Barrieren und trägt dazu bei, einen Zugang zum neuen Lebensumfeld zu finden.

Junction – Kommunikation durch Tanz

Die Ruck-Stiftung fördert seit 2015 das Berliner Tanzprojekt Junction der Choreografin Jo Parkes und der Heilpädagogin Barbara Weidner. Junction bringt durch Tanz geflüchtete Kinder, Jugendliche und Familien im Flüchtlingsheim zusammen. Der Tanz dient dabei als verbindendes Element in einem Kontext, in dem es keine gemeinsame Sprache gibt: Junction schafft Kommunikation, regt das Schließen von Kontakten innerhalb und außerhalb des Flüchtlingsheims an und erweitert die Lebenswelt.

Den an den Tanzworkshops teilnehmenden Kindern wird durch den kreativen Prozess und die heilpädagogische Begleitung eine Möglichkeit zur behutsamen Verarbeitung ihrer Erlebnisse geboten. Die Gruppenaufgaben des Workshops fördern ein besseres Miteinander. Aufgestaute Energien und der sich aus den beengten Wohnverhältnissen ergebende Bewegungsmangel können in den Tanzkursen kanalisiert werden. Darüber hinaus können die Kinder beim Tanzen die Verantwortung loslassen, die viele von ihnen täglich für ihre Eltern und Geschwister übernehmen, und einfach mal wieder Kind sein.

Neben dem Tanzprojekt für Kinder, bei dem auch die Familienangehörigen immer zum Mitwirken eingeladen sind, wurde Junction durch ein spezielles Angebot für geflüchtete Mütter erweitert. Die Zeit zwischen Einreise und dem möglichen Erhalt eines Aufenthaltstitels kann Jahre dauern, in denen vielen geflüchteten Frauen der Zugang zu Sprachförderung und beruflicher Bildung erschwert ist. Dies führt zu einem Leben im Ausnahmezustand und am Rande der Gesellschaft. Das jahrelange Warten in Untätigkeit hat häufig psychische Auswirkungen wie Depressionen, Apathie und Rückzug in die eigene Community.

Barbara Weidner und Jo Parkes machen den Frauen und Müttern ein niedrigschwelliges Angebot: Junction schafft einen Raum für die Mütter und Frauen, wo sie sich treffen, kennenzulernen und in Kommunikation und Interaktion treten können. Dem Bedürfnis der Teilnehmerinnen entsprechend widmen sie sich auch Handarbeits- und Kunstprojekten, besuchen Ausstellungen und lernen Berlin kennen. Deutsch ist in dem Workshop die gemeinsame Arbeitssprache.

Ziel ist es, Sprachlosigkeit und Isolation zu überwinden, Ressourcen zu wecken, erste Deutschkenntnisse zu erwerben und in vermehrten Kontakt mit der Aufnahmegesellschaft zu treten.

VIVA FAMILIA!


Das Projekt VIVA FAMILIA! ermutigt Eltern dazu das Singen und Erzählen aktiv und bewusst in den Familienalltag zu integrieren.

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Damit unsere Projektarbeit möglichst vielen Familien zu Gute kommt, sind wir auf Spenden und Zustiftungen angewiesen. Auch schon mit kleinen Beträgen können Sie einen wichtigen Beitrag leisten, damit weitere Bildungsangebote für Familien entstehen können.

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Video

Einen Einblick in die Projektarbeit von VIVA FAMILIA! bietet Ihnen unser kurzes Video.

Gremien

Vorstand, Aufsichtsrat, Kuratorium und Geschäftsstelle sind die Organe der Ruck-Stiftung des Aufbruchs.

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der staatlich anerkannten, gemeinnützigen, rechtsfähigen Ruck-Stiftung des Aufbruchs.
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